Die Interview-Frage der Woche

(Beitrag Nr. 2015-40)

„Warum haben Sie das Unternehmen X verlassen?“

Dies ist zwar eine Standard-Frage, jedoch erleben wir sehr häufig, dass Kandidaten auf diese Frage unzureichend vorbereitet sind. Wir gehen daher ein wenig auf diese Frage ein.

Eine glasklare Wechselbegründung und Argumentation ist hier angesagt. Und eine solche gilt es natürlich vor dem Gespräch zu definieren. Schreiben Sie daher bereits vor einem Bewerbungs-Gespräch für jeden erfolgten Firmenwechsel eine oder mehrere zutreffende Begründungen auf.

Einerseits kommt es – wie so oft – auch hier auf die richtige Formulierung an. Andererseits müssen Sie damit rechnen, dass Ihre Angaben bei Referenzgebern oder eventuellen Netzwerkkontakten des Fragestellers zu Ihrem früheren Arbeitgeber überprüft werden.

Bitte bleiben Sie daher immer bei der Wahrheit.

Im ungünstigen Fall – wenn Sie zum Beispiel nicht im guten Einvernehmen mit Ihrem ehemaligen Arbeitgeber oder Vorgesetzten auseinander gegangen sind – dürfen Sie davon ausgehen, dass Ihr früherer Arbeitgeber an eine gesetzliche Schweigepflicht gebunden ist. Dass Sie sich nicht im Guten getrennt haben müssen und sollten Sie daher nicht erwähnen. Das heißt, den besser verwendbaren Teil der Wahrheit anzugeben ist hier in Ordnung.

Sprechen Sie über die Hintergründe, die Sie ab einem bestimmten Zeitpunkt dazu bewogen haben, mit Ihrem früheren Arbeitgeber auf Konfrontation zu gehen, jedoch nicht über die Konfrontation selbst. Und: Beklagen Sie sich in einem Bewerbungsgespräch niemals (!) über frühere Arbeitgeber.

Sprechen Sie vielmehr über die positiven Seiten Ihres früheren Arbeitgebers. Stellen Sie widrige Umstände, die nicht in Ihrem Einflussbereich lagen und die Sie daher nicht selbst verändern konnten als beobachtete Verbesserungspotentiale dar. Und sagen Sie die Wahrheit: Dass Sie schließlich proaktiv neue Wege gegangen sind.


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Robert Jeglitsch