Erfolgsstories von Six Sigma

(Beitrag Nr. 2016-13)

Autor:

DI Dr. Martin Justinek, Justinek Engineering e. U., www.justinek-engineering.com

Erfolgsstories von Six Sigma

Grau ist alle Theorie, daher hier jetzt 2 handfeste Projekt-Beispiele aus der Praxis.

Beispiel 1: Der Produktionsleiter einer Lautsprecherfertigung für den Automotive-Bereich war mit Feldausfällen von 75 ppm (parts per million) konfrontiert. Zur Eliminierung der Fehlerursache wurde ein Black Belt-Projekt gestartet. Das Projekt dauerte zwar 40 Wochen und verursachte Kosten in der Höhe von 20.000 Euro, konnte aber die Feldausfälle nachweislich auf unter 20 ppm reduzieren. Dadurch wurden im ersten Jahr 55.000 Euro, im Folgejahr 75.000 Euro an Reklamationskosten eingespart. Verhältnis Einsparungen zu Kosten: 6,5 zu 1 über die 2 Jahre, plus erhöhte Kundenzufriedenheit.

Beispiel 2: Der Ausschuss bei der Massenproduktion einer elektronischen Komponente betrug kurz nach Markteinführung des Produktes 5,0 %. Ein Black Belt-Projekt mit einer Laufzeit von 28 Wochen und einem Budget von 25.000 Euro konnte den Ausschuss auf 1,5 % reduzieren. Das bedeutete eine Einsparung von 400.000 Euro in den ersten 12 Monaten nach Projektabschluss. Verhältnis Einsparungen zu Kosten: 16 zu 1 über ein Jahr ab Projektende.

Der nächste und letzte Teil dieser Serie stellt sich der Kritik an Six Sigma und beantwortet die Frage, warum Six Sigma auch im Zeitalter von Industrie 4.0 ungebrochene Aktualität besitzt.

 

DI Dr. Martin Justinek ist Unternehmens- und Technologieberater mit den Schwerpunkten Industrielle Prozessentwicklung, Mess/Prüftechnik und Six Sigma.

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www.Justinek-Engineering.com

 

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